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04.11

Amstetten | 15 Jahre Kulinarikinitiative - So schmeckt Niederösterreich



„so schmeckt Niederösterreich“ ist eine Plattform, die sowohl die Produzenten als auch die Konsumenten anspricht, regionale Kreisläufe fördert und die Wertschöpfung im Land lässt. Mittlerweile zählt die Initiative 500 Partnerbetriebe - also Grund genug, dieses Jubiläum gebührend zu feiern.

Mit einem Festakt, mehr als 500 Gästen und zahlreichen Ehrengästen, wie u.a. Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner; Schirmherr u. Ldhf-Stv. Dr. Stephan Pernkopf; LR & Generalsekretär a.D., Agrarökonom u. nunmehriger Leiter der Abteilung Wirtschafts-, Agrar- und Europafragen im Österreichischen Raiffeisenverband DI Josef Plank; NR, Weinbaupräsident u. Präs. d. NÖ Landwirtschaftskammer Johannes Schmuckenschlager; Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig; LAbg. Ökonomierat Karl Moser; LAbg. Bgm. KommR Michaela Hinterholzer, u.v.m., wurde in der Remise Amstetten der Geburtstag des "Dachs der niederösterreichischen Kulinarik" sowie 15 Jahre im Zeichen des heimischen Genusses gefeiert. Charmant durch den Abend führte die gebürtige Mostviertlerin und in Bayern erfolgreiche Schauspielerin Katrin Lux. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Pielachtaler Schoppenfetzer.

„Tradition trifft auf Moderne“, lautete das Motto an diesem Abend. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Partnerbetriebe aus den Bereichen Landwirtschaft, Gastronomie, Gewerbe und Handel. Bei der Experten-Fachmesse samt Partnertagung am Nachmittag konnten sich die Partnerbetriebe über die aktuellen Trends informieren und ihr Netzwerk erweitern.

Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf unterstrichen das Engagement der einzelnen Betriebe. Mikl-Leitner dazu: "‚So schmeckt NÖ‘ setzt seit 15 Jahren ein klares und starkes Zeichen für unsere heimischen Betriebe und Produzenten. Mit ihrem Engagement schaffen sie Aufmerksamkeit und Bewusstsein für regionale und saisonale Produkte. Damit leisten ‚So schmeckt NÖ‘ und die viele Partnerbetriebe einen wertvollen Beitrag für ein dynamisches und erfolgreiches Land mit großer Lebensqualität. Darauf sind wir sehr stolz.“ Eine erfreuliche Zwischenbilanz zog auch der Schirmherr der Initiative, LH-Stellvertreter Dr. Stephan Pernkopf: „Das Thema war vor 15 Jahren schon wichtig und ist heute wichtiger denn je. Heimische Lebensmittel haben kurze Transportwege und beste Qualität. Der Griff zu regionalen Produkten stärkt unsere bäuerlichen Familienbetriebe und schützt das Klima. Kurz gesagt: Besser heimische Schmankerl als importierte Avocados und eingeflogenes Rindfleisch.“ enu-GF Dr. Christian Milota bedankte sich ebenfalls bei den Partnerbetrieben, Produzenten, Veredlern und Direktvermarktern, welche die Vielfalt und die Geschmäcker Niederösterreichs bestens wiederspiegeln. Sein Dank galt aber auch den engagierten Mitstreiter und Kulinarikbotschafter, wie DI Josef Plank, Franz Reisinger, Mag. (FH) Christina Mutenthaler, MBA und Michi Hauß, MA.

Rückenwind für regionale Kulinarik
Unterstützungsmaßnahmen für niederösterreichische DirektvermarkterInnen sowie die heimische Gastronomie sind eine der Kernaufgaben von „So schmeckt Niederösterreich“. Unter der Leitung von Michaela Hauß und ihrem 5-köpfigen Team werden dafür laufend Aktionen gesetzt, wie z.B. der Oster- und Adventmarkt, die Genuss-Schule oder die Erdäpfel-Pyramide. Wie groß die Bemühungen seitens der Landesinitiative sind, wurde bei der Partnertagung erneut ersichtlich. Weiterbildung in Form von einer Fachmesse mit ExpertInnen aus Handel, Wissenschaft, Bildung und Beratung sowie Vorträge von namhaften ReferentInnen standen für die Partnerbetriebe am Programm. 300 Betriebsführer und Vertreter aus dem Kulinarik-Bereich nahmen das Angebot wahr. „Seit 15 Jahren begleiten wir unsere Betriebe im Kulinarik-Bereich und ermöglichen den Rahmen für die blau-gelbe kulinarische Vielfalt. Dadurch sind wir zur größten Genuss-Organisation unseres Bundeslandes geworden. Das verstehen wir natürlich als Auftrag, diesen erfolgreichen Weg weiter fortzusetzten“, verkündete Hauß.

Zwischenbilanz mit großem Lob
Das Herzstück von „So schmeckt Niederösterreich“ sind die Partnerbetriebe. Über 500 ProduzentInnen, GastronomInnen sowie VertreterInnen aus Gewerbe und Handel verzeichnet die Initiative als Partner. Wie vielseitig das Angebot der Betriebe ist, wurde beim Festakt am Abend ersichtlich: Von Kürbis aus dem Mostviertel über Getränkegenuss im Industrieviertel bis hin zur Bäckerskunst im Weinviertel sowie der innovativen Vermarktungsart einer „Selbstbedienungshütte“ im Waldviertel, ergänzt durch das Käsehandwerk aus der Region NÖ-Mitte sowie „Kräuterpfarrer“ Benedikt Felsinger. Durch die Vorstellung dieser Blitzlichter gab „So schmeckt Niederösterreich“ einen umfangreichen Einblick in die Reichweite der niederösterreichischen Kulinarik. Dass die bewusstseinsbildenden Maßnahmen Früchte tragen, wurde nicht zuletzt durch das Besucher-Feedback ersichtlich. Viele Bäuerinnen und Bauern veredeln und verkaufen ihre Produkte selbst, vernetzen sich mit der Gastronomie und pflegen gute Kontakte in den Handel. Das ist auf die steigende Nachfrage nach regionalen Lebensmitteln und Spezialitäten sowie das gesteigerte Bewusstsein zurückzuführen. Ergebnisse der jahrelangen Arbeit von „So schmeckt Niederösterreich“, die gebührend gefeiert wurden.
Alle, die nun auf den Geschmack von Niederösterreich gekommen sind, haben Glück: Die regionalen Spezialitäten können bequem von zu Hause aus im Onlineshop unter www.soschmecktnoe.at/shop bestellt werden.

„So schmeckt Niederösterreich“ wird seit 2012 von der enu - der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ - betreut. Die Kulinarik-Initiative bringt Konsumenten die Vielfalt, die besondere Qualität und die zahlreichen Vorteile heimischer Lebensmittel näher und bietet Bäuerinnen und Bauern eine gemeinsame Plattform.

In einem kurzen Impulsreferat unterstrich der aus dem TV bekannte Juror von "2 Min 2 Mio", Unternehmer, Gastronom und Bio-Landwirt Martin Rohla, dass Nachhaltigkeit "mehr als nur ein G'schichtl" ist. Denn die Urdefinition von nachhaltig bedeutet soziale, ökologische und ökonomische Verantwortung. Als Orientierungshilfe dazu, für die nächste Generation nichts bereuen zu müssen, bietet er die sieben Tugenden (Glaube, Liebe, Hoffnung, Gerechtigkeit, Tapferkeit, Klugheit und Bescheidenheit) an. Selbst wenn sich das Bewusstsein bei den Konsumenten geändert hat und regional der neue Trend nach bio ist, ist und bleibt jede persönliche Kaufentscheidung ein Statement.

Weitere Infos zu Betrieben und Produkten sind in der Partnerdatenbank zu finden. Allgemeine Infos zu "So schmeckt Niederösterreich" gibt's hier.

 1. Foto, v.l.n.r.: Dr. Christian Milota - GF der Energie- u. Umweltagentur d. Landes NÖ, Hannelore Mayrhofer - Stabstellenleiterin Public Relations & Affairs, "Geburtshelfer" DI Josef Plank , Michaela Hauß MA - Bereichsleiterin Kulinarik & Regionalität u. Koordinator & Pionier Franz Reisinger

Babsi Zeitlhofer & Didi Rath
Published: 04.11.2019 - 22.30