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21.03

Amstetten | Industry meets Makers



Das 4. Jahr in Folge luden Top-Unternehmen innovative Makers – Schüler, Studenten, Startups, Hobbyisten, freie Entwickler und KMUs – ein, gemeinsam spannende Herausforderungen im FutureTech-Bereich zu lösen.

"Wie wird ein Einstiegssystem einer Metro oder Straßenbahn im Jahr 2030 aussehen?" Für insgesamt 14 solcher und ähnlicher Fragestellungen suchen Unternehmen im Rahmen der Open Innovation Plattform "Industry Meets Makers", 2015 gegründet von Sandra Stromberger, ab sofort österreichweit kreative Ideen von "Makern", technikaffinen Tüftlern. Erstmals werden unter dem Motto #IMMgoesWEST und #IMMgoesSOUTH die Kick-off-Events neben Wien auch in Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg und der Steiermark organisiert.

Wirtschafts- und Industriebetriebe pitchen ihre Challenges vor der Makerszene
In drei- bis fünfminütigen "Pitches" erklärten Unternehmensvertreter spezifische Problemstellungen, an deren Lösung sich nun Technikbegeisterte abarbeiten dürfen. "Wie könnte man Materialen aus Autos wiederverwerten, die am Ende ihres Lebenszyklus angelangt sind?", ist etwa die Frage, die Franz Mayr von Magna Steyr stellte. Weitere solcher "Briefings" stammen von Infineon, Nokia, AIT, ÖBB, Wacker Neuson, sowie den Mostviertler Unternehmen Worthington Industries, ZKW Group, IFE Doors und Microtronics. Gesucht wird unter anderem nach neuen Ideen zum Einsatz von Licht im Zeitalter des autonomen Fahrens, innovativen und sicheren IoT-Prototypen oder neuen Digital-Konzepten für Mietshäuser.

#IMMgoesWEST-Kick-off in der Remise im Quartier A
Nach dem Startschuss am Donnerstag in Wien zog der "Industry Meets Makers"-Tross weiter und machte erstmals in der Remise Amstetten Halt, um das Programm vorzustellen.  Mehr als 80 Interessierte lauschten den spannenden Herausforderungen der Unternehmen und es wurden die ersten Ideen besprochen.  Im Anschluss ging es mit dem Speed-Dating Train weiter nach Linz.

Schon in den vergangenen drei Jahren sind unterschiedlichste spannende Lösungen entstanden. So wurden für Magna-Steyr etwa “In-car Games für den Stauzeitvertreib” entwickelt. Bei Infineon kam beim Thema ” E-Vehicles & Smart Accessories für einen grüneren Arbeitsweg” unter anderem ein E-Longboard heraus. Nokia suchte nach IoT-Smart City-Lösungen. Dabei entstanden ua. ein Projekt zu smarten Solarleuchten.
„Inzwischen wurden Prototypen, Apps und smarte Hochbeete entwickelt. Es seien Unternehmen gegründet und Patente angemeldet worden. Es kommen sogar Wasseraufbereitungsanlagen auf den Markt, die in Afrika ausgerollt werden“, so Sandra Stromberger.

Mitmachen kann im Grunde jeder, von Schülern, Studenten, über freie Entwickler, Start-ups bis KMUs. Die Unternehmen bieten den Bewerbern die Weiterentwicklung ihrer Ideen an, im besten Fall winkt eine Markteinführung des Produkts oder auch eine Anstellung. Die besten Lösungen und Prototypen der aktuellen Ausschreibungen werden im November bei den "Digital Days" in Wien gezeigt.

Die Zukunftsakademie Mostviertel ist ab 2019 Partner von IMM - Industry meets Makers - und wird dieses überaus erfolgreiche und zukunftsweisende Format aktiv für Niederösterreich unterstützen.

Danke an die Fotografin Doris Schwarz-König für das Bereitstellen der Bilder.

Babsi Zeitlhofer
Published: 21.03.2019 - 23.30