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23.06

Amstetten | Quartier A - Präsentation Masterplan & Planungswerkstatt



Im Rahmen von Prototyping Future - einem Projekt der ÖBB-Immobilienmanagement GmbH - wurde der Masterplan für das Quartier A in Amstetten präsentiert und mit ExpertInnen in einer Planungswerkstatt erläutert, vertieft und vor allem diskutiert.

Das Quartier A steht für den Arbeits-, Lebens- und Bildungsraum der Zukunft und nimmt in Österreich damit eine Vorreiterrolle ein. Arbeiten, Wohnen, Health Care, Entertainment, Gastronomie, Freizeitangebote und mit dem Future-Hub einen Platz für Wissensaustausch. Projektleiter Günther Sterlike präsentierte erstmals den Masterplan, der Aufschluss darüber gibt, welche neuen Stadtviertel bis 2030 auf rund 100.000 m2 in Amstetten entstehen. Dabei ergibt sich nicht nur für die Stadt eine Jahrhundertchance, sondern für das ganze Mostviertel und weit darüber hinaus, liegt doch Amstetten besonders günstig an der Westachse, wo innerhalb von nur einer Stunde Metropolen wie Wien oder Linz zum Greifen nahe liegen. Die Fläche „Am Mühlbach“ (Roseggerstraße) ist für Wohnen vorgesehen, während „Am Magazin“ (Wiener Straße, Frachtenbahnhof, Interspar) der Bereich Gesundheit angedacht wird. Die Freiflächen „Am Stellwerk“ (Reichsbrücke, Eggersdorfer Straße) sind für Gewerbe und Logistik vorbehalten und das Herzstück entsteht „An der Remise“. Hier soll ein komplettes Ökosystem entstehen, welches die Grenzen des Arbeitens, Wohnens und der Freizeitgestaltung völlig verschwimmen lässt und „spielerisch“ miteinander verbinden soll. Der Charakter und das Erscheinungsbild der Remise als „Kulisse“ mit dem Holz-Dachstuhl und den Toren bleiben erhalten und werden in Kombination mit moderner Qualität erweitert. Kommen wird eine Gastronomie mit Außenbereich, ein Seminar- und Veranstaltungszentrum für Kongresse, Workshops und Events sowie ein Officebereich, der insbesondere Jungunternehmern Büroräume mit modularer Raumgestaltung bieten soll. Vom Zeitplan her soll noch bis zum Jahresende 2018 ein Betreiberkonzept für den Future-Hub fertiggestellt werden, wo auch bereits Betreiber und Investoren definiert sind. Ein rechtsgültiger Flächenwidmungsplan soll im Herbst 2019 vorliegen, sodass bereits Anfang 2020 mit dem Umbau der Remise gestartet werden kann und die ersten Bauplätze verwertet werden können. Läuft alles nach Plan, soll 2021 die Remise fertiggestellt sein.

Für Bgm. Ursula Puchebner ergibt sich nunmehr die Chance, das Beste zwischen Stadt und Land zu vereinen um sich als smarte „Second City“ zwischen Wien und Linz zu etablieren. Da die Stadtgemeinde bis 2040 rund 30.000 Einwohner zählen wird, ist ihr auch ein Brückenschlag zischen bewährtem Bestand und visionärem Neuen sehr wichtig um so der Stadt eine einzigartige Identität zu wahren. Für LAbg. Bgm. KR Michaela Hinterholzer ist es zur Stärkung der bereits jetzt prosperierenden Wirtschafts- und Industrieregion besonders wichtig, sich den stetig veränderten Herausforderungen der Wirtschaft bestens zu stellen und die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, aber auch die Standortvorteile der Hauptverkehrsachsen auf der Schiene, an der Autobahn sowie am Wasser (Donau) bestens abszustimmen. Für LR Ulrike Königsberger-Ludwig ist es auch wichtig den Wandel im Gesundheitsbereich ernst zu nehmen und auf verschiedene Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten zu achten. Kommunikationsstratege Josef Lueger, der an der Markenentwicklung des Quartiers A mitarbeitet und den Vormittag moderierte, betonte einmal mehr, dass es sehr wichtig ist, sich an der Zukunft zu orientieren und lobte das optimistische Miteinander verschiedener Entscheidungsträger in der Region. Mit großem Interesse verfolgt wurden auch die Ausführungen von Chris Müller, welcher als Geschäftsführer für die Entwicklung, Gestaltung und die künstlerischen Agenden in der Tabakfabrik Linz verantwortlich ist.

Im Anschluss wurden die verschiedenen Ideen erläutert, diskutiert und gemeinsam neue Lösungsansätze entwickelt. Als Experten in den einzelnen Planungswerkstätten standen zur Verfügung: Peter Steinbach - Projektleiter Masterplan, Tomás Labanc & Ramón Bernabé - Architekten BLAU, Clarissa Schmitz - Projektleiterin Stadt, Manfred Heigl - Baudirektor Amstetten, Valerie Freinberger - Bausachverständige, Martin Kaltenbrunner u. Lisa Schallauer - Wirtschaft & Remise, Florian Kopetzky u. Leo Kern - Architektenteam Remise, Katharina Bayer - Wohnen, Martina Jauschneg - Freiraum, Clemens Rainer - Nachhaltigkeit & Mobilität, Doris Wilhelmer - Smart City (Forschung), Peter Brandstetter - Vision 2030, Rosemarie Pichler - Zukunftsakademie Mostviertel, Silke Deininger - Unterstützung Projektleitung, Robert Wolf - ÖBB Kommunikation sowie Christina Pikl, Susanne Fellner u. Katharina Haider - Info Team (comrades).


Weitere Infos unter quartier-a.at.

3. Foto, v.l.n.r.: Tomás Labanc & Ramón Bernabé - Architectur Urbanism / Barcelona, Architekt Peter Steinbach / Wien, LR Ulrike Königsberger-Ludwig, LAbg. Bgm. KR Michaela Hinterholzer, Chris Müller / Tabakfabrik Linz, Bgm. Ursula Puchebner u. Günther Sterlike - Projektleiter ÖBB

Babsi Zeitlhofer & Didi Rath
 
Published: 23.06.2018 - 15.00