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07.01

Amstetten | #wahlsplitter - Liste Wahl stellt sich vor


Seit mehr als fünf Jahren ist eine Gruppe, rund um Jürgen Wahl, unter dem Namen „MUSS DAS SEIN - LIEBES AMSTETTEN?“ überwiegend im Facebook aktiv. Die Gruppe zählt mittlerweile mehr als 4.788 Anhänger. Öffentlich kritisiert wird vor allem das Vorgehen der Stadtgemeinde wobei ihr Ziel dabei ist, im Sinne der Bürger die Stadt schöner und lebenswerter zu gestalten. Probleme einzelner Bürger wurden erfolgreich geklärt und gelöst, ebenso Anliegen ganzer Gruppen.


Öffentlich aufgefallen ist die Gruppe durch einzelne Aktionen, wie z.B. durch den „Parkengel“ im letzten Advent, wo Autofahrer vor einer Parkstrafe bewahrt wurden oder bei der Aktion „Keiner muss frieren“, wo wärmende Winterjacken kostenlos am Hauptplatz entnommen werden können.

Dabei musste die Gruppierung rasch feststellen, dass es mitunter sehr schwierig ist Probleme schnell und effektiv zu lösen, wenn man kein Mitglied im Gemeinderat ist. Somit hat das Führungsteam der Facebook-Seite beschlossen mit einer eigenen Liste bei der Gemeinderatswahl 2020 anzutreten. Zu diesem Zweck werden Jürgen Wahl als Nummer Eins und Günther „Fossy“ Hörmann als Nummer Zwei antreten. Ergänzt wird die „Liste Wahl“ von Menschen aus dem Volk, die ebenso gerne Kritik üben und ihre Meinung sagen als Nummer 3 Joachim Klein, Patricia Wahl als Nummer 4, Gerhard Funk ist Nummer 5 und Andreas Kern kandidiert als Nummer 6.

Das Wahlprogramm kurz auf den Punkt gebracht, könnte man so beschreiben:
"Wir wollen Probleme bzw. Anliegen eines einzelnen oder einer Gruppe direkt dort vorbringen, wo man sie Lösen kann, im Gemeinderat. Die Einführung eines „Stadtbürgeranwaltes“ wäre uns ein grosses Anliegen. Denn wir können aus Erfahrung über die Jahre sprechen, dass wir fast 99 % der Anliegen nicht mit Namen posten durften, aus Angst vor Konsequenzen. Dieser „Stadtbürgeranwalt“ sollte Beschwerden anonym prüfen müssen und parteiunabhängig sein, Die Anliegen sind gegebenenfalls an die zuständige Stelle weiterleiten.

Selbstverständlich stehen wir für „leistbares“ Wohnen, aber dafür stehen ja anscheinend alle ein, also sollte dieses Vorhaben endlich mal richtig realisiert werden, damit die Bürger dies auch wahrnehmen. Ein weiteres Anliegen ist endlich die Bürokratisierung zu vereinfachen und den Bürgern mehr Transparenz bezüglich der Ausgaben in der Gemeinde und sämtlicher Handlungen zu verschaffen. Mehr Mitbestimmungsrecht sollte ebenso endlich realisiert werden, also nicht einmal Wählen und dann 5 Jahre ausgeliefert sein. Amstetten wurde leider einer Stadt der Studien anstatt des Handelns. Man macht eine Studie zur Studie, dann eine Studie über die vorhergehenden Studien, sodass man dann noch eine Studie macht, die erst aussagt, dass alles super ist.

In vielen Bereichen gehört etwas getan, wie wir von vielen Bürgern erfahren haben, denn Bürgernähe hat bei uns höchste Priorität, hier ein kleiner Auszug:
-) Heizkostenzuschuss für Pensionisten auf das Preisniveau anpassen
-) Förderung für Private und Unternehmen bei Begrünung - die Stadtgemeinde alleine wird dies nicht schaffen
-) Förderung für Fassaden- und Dachbegrünung in der Stadt um der Hitze im Sommer Herr zu werden.
-) Hauptplatzbegrünung - wie seit Jahren versprochen endlich umsetzen
-) Sozialtopf transparenter machen und den Bürgern Hilfestellung geben, also es nicht als Holschuld des Bürgers sehen, sondern als Bringschuld seitens der Stadt
-) Park & Ride-Situation in den Griff bekommen
-) Verkehrssituation in der Stadt nochmals Bedenken und Vorschläge der Bürger einbeziehen und ernst nehmen
-) Innenstadtbelebung durch Entbürokratisierung leichter machen, also nicht immer Steine in Weg legen, sondern lieber helfend zur Seite stehen
-) Projekt Naturbad unbedingt nur in Angriff nehmen, nach vorheriger Bürgerbefragung
-) Mehr Unterstützung aller Vereine mit speziellen Jugendförderungen
-) 10 Minuten Parkticket wieder „entsorgen“ und statt dessen eine Toleranz von 10 Minuten einführen
-) Citybushaltestellen erweitern, insbesondere Richtung Reichstrasse
-) Zusätzliche Hundefreilaufzone auch auf der anderen Seite der Stadt, wie z.B. Krautberg oder Peiritschberg

Foto (c) Liste Wahl, v.l.n.r.: Andreas Kern (6), Günter Hörmann (2), Jürgen Wahl (1), Joachim Klein (3), Patricia Wahl (4), Gerhard Funk (5)