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31.10

Amstetten-Hausmening | Stadt Amstetten erwirbt Forstheide


Nachdem die rot-grüne Stadtregierung bereits 2016 von DI Matthias Hatschek rund 37 ha der Meerwiese um 1,1 Mio gekauft hat, folgen nun weitere 210 ha in der Forstheide bei Hausmening. Für 3,9 Mio Euro geht das Naherholungsgebiet, welches das Heidegebiet von Greinsfurth bis Neufurth umfasst, ins Eigentum der Stadt über.


„Seit Jahren bemühen wir uns gemeinsam um ein Zustandekommen des Kaufs. Das ist uns jetzt gelungen. Mit dem Erwerb ist nun der Bestand der „grünen Lunge Amstettens“ auch für künftige Generationen gesichert. Eine große Investition in die Lebensqualität unserer Stadt“, freut sich Bürgermeisterin Ursula Puchebner. Die Stadtgemeinde gewährleistet mit dem Erwerb der Forstheide das Naherholungsgebiet zu erhalten und das Landschaftsschutzkonzept „Forstheide“ nach Maßgabe vorhandener Möglichkeiten auf die erworbenen Flächen auszuweiten. Der Fokus liegt klar auf dem Schutz der Natur.

„Grund und Boden ist ein wertvolles Gut. Wir investieren in die Menschen. Für mich steht klar der Nutzen und Wert für jeden Einzelnen im Vordergrund. Mit diesem Kauf machen wir die BürgerInnen der Stadt zu den Eigentümern des Waldes“, so Vizebürgermeister HR Mag. Michael Wiesner.

„Ich bin unheimlich froh, dass es uns gelungen ist, die Forstheide in den Besitz der Stadtgemeinde zu bekommen. Ein jahrzehntelanger Grüner Traum wird somit realisiert. Daran sieht man deutlich, was eine Grüne Regierungsbeteiligung der Stadt bringt. Was Amstetten hier macht, ist Umwelt- und Klimaschutz in Reinform. Die Gemeinde bekennt sich natürlich ganz klar zum Schutz des Waldes. Geben wir den Menschen ihren Wald zurück“, so der Amstettner Umweltstadtrat, Dominic Hörlezeder.

Im Gemeinderat wurde dieser Kaufbeschluss im Rahmen eines Dringlichkeitsantrages eingebracht. Begründet wird dieser durch den kurzfristigen Abschluss monatelanger Verhandlungen zwischen Grundeigentümer Hatschek und dem Finanzverantwortlichen Wiesner. Die ÖVP und Manuel Ingerl (Liste MANI) stimmten dem Kauf aber nicht zu.

Statement von Gemeinderat Markus Brandstetter dazu: „Grundsätzlich kann man über den Kauf eines Waldes durch die Stadtgemeinde immer reden. Jedoch sollte eine Bewertung des zu kaufenden Waldes zuerst erfolgen, um den bestmöglichen Preis zu verhandeln. Ein Kauf unter Zeitdruck und ohne jegliche Prüfung ist wohl ein einmaliger Vorgang in der Geschichte der Gemeinden Österreichs! Dieser Zeitdruck ist wohl einzig und allein dem bereits vor dem Kaufbeschluss durch den Gemeinderat entstandenen Foto der Rot-Grünen Koalition geschuldet. Für uns als Volkspartei gilt - man kann nicht zwischen dem Suppenteller am Mittagstisch und beruflichen Terminen innerhalb von nur 5 Stunden eine Entscheidung über knapp 4 Millionen Euro treffen. Daher konnte keine seriöse Zustimmung durch die Volkspartei erfolgen.“

Auch für Gemeinderat Roman Kuhn von den Neos und dem parteilosen Gernot Huber sorgte die Art und Weise der Dringlichen sowie die Finanzierung ebenfalls für Bedenken.

Die Stadt Amstetten hat einen mittelfristigen Investplan, der aktuell Projekte bis 2024 vorsieht. Von den aktuellen 3,9 Mio waren 3,5 Mio Euro für 2023 veranschlagt. 1,9 Mio Euro werden aus den Rücklagen/Eigenmittel, die fehlenden 2 Mio werden via Darlehen finanziert. Budgetwirksam wird diese Investition 2020. Das Budget für 2020 muss jedoch erst beschlossen werden.

Didi Rath

Foto © SPÖ, v.l.n.r.: Umweltstadtrat Dominic Hörlezeder, DI Matthias Hatschek, Bgm. Ursula Puchebner u. Vzbgm. HR Mag. Michael Wiesner